Grußwort des Oberbürgermeisters Klaus Tappeser

Klaus Tappeser, Oberbürgermeister

"Es gibt Gedanken, die nur der einen Sprache mächtig sind", sagte einmal der polnische Aphoristiker Stanislaw Jerzy Lec - will heißen: Jede Sprache, auch die überzeugendste, hat ihre Grenzen.

Die Musik hingegen ist grenzüberschreitend, damit Völker verbindend. Sie bleibt gleich verständlich und doch geheimnisvoll für alle, die sie erleben. Daher freut es uns ganz besonders, dass wir nunmehr zum dritten Mal in Rottenburg am Neckar die Internationalen Festtage geistlicher Chormusik begrüßen dürfen. Auch in diesem Jahr wird das Chorfestival von der Domsingschule vortrefflich organisiert.

Ich freue mich auch, dass die diesjährigen Chortage sowohl in den Reigen der Feste zum Landesjubiläum 2002 (50 Jahre Baden-Württemberg) als auch vom Weltchorverband in die Reihe seiner Jubiläumsveranstaltungen zum 20jährigen Bestehen aufgenommen worden sind.

Die letzten Festtage vom Juli 1998 sind uns noch in guter Erinnerung: "Erneut ein Publikumserfolg", die "Stimmung schwappte über" - so und ähnlich enthusiastisch berichteten vor vier Jahren die Medien, und wir folgen ihnen hierin. In einer Zeit des uniformen Musikgeschäftes von Alaska bis zu den Aleuten, wo der Mainstream die meiste Musik glattbügelt, ist es erfrischend zu sehen, dass eigenständige und doch allgemeinverständliche Musik nicht nur eine Nische, sondern einen Logenplatz in unserer Gesellschaft beibehalten kann. Ich heiße alle Chöre in unserer Stadt herzlich willkommen und hoffe, dass Sie sich bei uns wohlfühlen. Wir freuen uns auf Sie!

Klaus Tappeser

 

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