Mädchenchor „Raniza“, Minsk, Weißrussland
Leitung: Viktor Maslennikov
Der Mädchenchor „Raniza“ (= „Morgen“) aus Minsk wurde 1981 gegründet und war ursprünglich Teil einer speziellen Ausbildung an einer Schule in Minsk für musikalisch besonders begabte Kinder. Im Jahr 1987 übernahm Viktor Maslennikov die Leitung des Chores, die er auch heute noch innehat. „Raniza“ besteht aus ca. 50 Mädchen und jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 28 Jahren; 40 davon bilden den Konzertchor bei Auslandstourneen. Jedes Chormitglied spielt auch ein Instrument. 1991 wurde dem Chor der Titel „Meisterchor“ zuerkannt. Im selben Jahr unternahm er die erste Auslandsfahrt und zwar in die USA. Inzwischen gab es Konzertreisen in ost- und westeuropäische Länder, so etwa nach Polen, Frankreich, Italien und Deutschland. Dass „Raniza“ einer der besten Amateurchöre Weißrusslands ist, fand 1996 Ausdruck in der Verleihung des Titels „Narodnyi Chor“, was etwa „Nationalchor“ bedeutet. Bei nationalen und internationalen Wettbewerben (z. B. in Marktoberdorf 2003) gewann der Chor aus Minsk zahlreiche Preise. Es erfolgten auch Studioaufnahmen und Konzertübertragungen bei mehreren europäischen Rundfunkanstalten. Das Repertoire des Chores umfasst Werke der russischen und westlichen Klassik, weißrussische und russische Volkslieder in Konzertbearbeitung sowie altrussische Kirchenlieder, womit die Tradition des russischen Chorgesangs fortgesetzt wird. Aber auch Advents- und Weihnachtslieder aus anderen Ländern sowie Messen, die dann in Gottesdiensten gesungen werden, gehören zum Repertoire.
Viktor Maslennikov, Dozent am Lehrstuhl für Chordirigieren an der Minsker Pädagogischen Universität, ist seit 1987 künstlerischer Leiter des Mädchenchores „Raniza“ aus Minsk. Zusammen mit einer Pianistin probt er mit dem Chor dreimal wöchentlich im Kulturhaus der Stadt Minsk. Es gelang Viktor Maslennikov, den Chor zu einem Ensemble von großer Klangkultur, Ausdrucksfähigkeit und Präzision zu formen.


